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Lochkarte
Lochkarten werden ab Mitte des 18. Jahrhunderts im Bereich der Automatisierung und der
Datenverarbeitung verwendet.
Lochkarten speichern Informationen in der Regel so, dass Loecher, deren Position
vom Code vorgegeben wird, auf einen duennen Karton gestanzt werden.
Die dann fertigen Lochkarten werden mit speziellen Lesemaschinen gelesen, die
durch die Anzahl und Platzierung der Loecher den Code entschluesseln koennen.
Im Computerbereich wurde hauptsaechlich die 1890 von Herman Hollerith erfundene Lochkarte,
auch oft nach ihrem Erfinder Hollerithkarte benannt, verwendet. Ihre eigentliche Verwendung
war jedoch bei US-amerikanischen Volkszaehlungen.
Als dann jedoch der Computer entwickelt wurde, wurde natuerlich ein Medium zur Dateneingabe
und -speicherung benoetigt. Konrad Zuse, der Entwickler des ersten Computers, entschied sich
in seinem Modell zur Verwendung von Lochstreifen, welche aus 35mm-Film gestanzt wurden.
Spaeter jedoch wurden hauptsaechlich Lochkarten nach Hollerith in Computer eingebaut.
Nach heutigen Massstaeben konnten Lochkarten jedoch nur eine verschwindend geringe Menge an
Daten speichern, naemlich 80 Byte pro Karte
(Zum Vergleich: eine 60 GB Festplatte kann somit den Inhalt von 750 Millionen Lochkarten speichern).
Lochkarten wurden also mittlerweile aus nahezu allen Anwendungsbereichen verdraengt.
Lediglich in einigen mechanischen Stempeluhren, sowie in US-amerikanischen Wahlautomaten
findet sie noch Verwendung.
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